Frank Herkommer

 

Alles rund um eine Abschiedsfeier

Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Erstgespräch, die Vorbereitung und die Gestaltung der Abschiedsfeier. Ich stehe Ihnen in diesen schweren Stunden zur Seite.

Am besten, Sie rufen zeitnahe an. Klären Sie, wenn schon möglich, den Termin der Feier ab. Auch wenn er noch nicht feststeht, sollte das Trauergespräch bereits in den nächsten Tagen stattfinden. Die Uhrzeit und der Wochentag richten sich nach den Teilnehmenden. Ich bin flexibel.

Bestätigen Sie bitte die Terminvereinbarungen über What’s App oder mit einer E-Mail, zu beiderseitiger Sicherheit. Es sind aufgewühlte Zeiten.

Ideal, wenn Sie von Ihrem Bestattungsunternehmen aus anrufen, dann lassen sich die Termine mit allen Beteiligten absprechen.

„Heimspiel“. Mir war immer wichtig, die Atmosphäre einer Wohnung aufzunehmen.

War der/die Verstorbene zuletzt in einem Heim untergebracht, liegt es nahe, bei den Angehörigen das Gespräch stattfinden zu lassen. Man ist ungestört, Fotografien sind in Griffweite, die Kaffeemaschine kann angeschaltet werden. Am besten in einem Raum mit hohem Tisch – wegen der Mitschrift.

Wohnen die mit der Organisation der Feier betrauten Angehörigen auswärts, gibt es diese Möglichkeiten:

  • Wenn ein Termin vor Ort geplant ist, verbinden Sie ihn mit dem Gespräch. Treffpunkt ist dann die Wohnung des/der Verstorbenen. Sollte keine mehr existieren oder andere Gründe dagegensprechen (weil etwa eine Beheizung nicht möglich wäre), stellen manche Bestatter einen Raum zur Verfügung. Alternative: Ein ungestörter Tisch in einem Cafe, einer Gaststätte.
  • Eine andere Möglichkeit: Per iPhone, am besten Videophonie.

Ganz unterschiedlich. Mit zwei Stunden müssten Sie schon rechnen. Ich selbst lasse mir immer Zeit nach „hinten“. Es dauert eben, solange es dauert und Ihnen guttut.

Höchstens den Kaffee und mindestens ein Foto.

Das Leben, das gewürdigt werden soll und wie die Feier abläuft bzw. ablaufen soll. Kein Kreisen um den Tod, das Leben steht im Mittelpunkt. Nicht die Theorie, keine Allgemeinplätze, erzählerisch, ohne in einen plumpen Lebenslauf zu verfallen. Taktvoll und respektvoll. Und weil es in jeder Biografie Anlass zum Schmunzeln gibt, darf dies auch in der Rede zur Sprache kommen - wenn es angebracht ist. Ich selbst lege beim Schreiben den Maßstab an, der/die Verstorbene hört zu.

Zu den Fragen der Feier gehört die Musikauswahl. Ob ein Nachruf durch Dritte gewünscht bzw. zugelassen wird, ob ein Familienmitglied einen Beitrag einbringen möchte. In einigen Friedhöfen ist es erlaubt, dass Angehörige die Urne tragen. Ob und wo anschließend ein Trauercafe stattfindet, ob der Redner einladen soll. Ob die Schaufel am Grab stehenbleiben soll oder entfernt werden. Die Blütenblätter-Alternative. Sie entscheiden, ob eine rein säkulare Feier stattfindet mit stillem Gedenken und der Einladung, diese Minute als Gelegenheit zu sehen, im Inneren ein Gebet zu sprechen. Oder ein gemeinsames Vater Unser und Segen.

Dann wäre es ein Anschreiben, keine Ansprache. Außerdem überarbeite ich den Text am Tag der Feier noch einmal, oft mit gravierenden Änderungen. Selbst beim Vortrag entstehen Abweichungen vom Manuskript. Dieses erhalten sie bearbeitet n a c h der Feier per E-Mail. Auf dem Friedhof machen wir gemeinsam den Namen-Check. Bei sonstigen Unsicherheiten meinerseits frage ich nach.

Weil ich mich bemühe, wie vermutlich kein anderer außerhalb der Familie und dem Freundeskreis, mich auf die Trauer, den Schmerz, auf die Fragen der Familie einzulassen. Also Nähe herzustellen und Nähe meinerseits zuzulassen. Beileid wünschen geschieht im Rahmen einer Konvention und schafft damit eine schützende Distanz.

Nein, ich imitiere nicht den Trauernden. Allerdings lege ich Wert darauf, die Gefühle der Gesprächspartner nicht durch unangemessene Kleidung zu verletzen.

Das richtet sich nach den Hinterbliebenen. Immer öfter wird im Auftrag des/der Verstorbenen darum gebeten, nicht in Trauerkleidung zu erscheinen. Schwarze Krawatte ist seit Jahren „out“. Ansonsten richte ich mich nach meinem Eindruck: Würde es die Familie als respektlos empfinden, wenn ich nicht im Anzug erschiene? Im Winter bevorzuge ich den Rollkragenpullover, im Sommer das Polohemd. Solohose, in der kalten Jahreszeit Sakko oder Lederjacke.